Alexander Graf Lambsdorff (FDP) (Foto: dpa Bildfunk, Foto: Jörg Carstensen/dpa)

INF-Vertrag: Lambsdorff (FDP) sieht Aufrüstungsspirale in Europa

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Alexander Graf Lambsdorff (FDP) (Foto: dpa Bildfunk, Foto: Jörg Carstensen/dpa)

Der stellvertretende Vorsitzende und Außenexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Alexander Graf Lambsdorff, betrachtet die Aufkündigung des INF-Vertrags als Teil einer neuen Aufrüstungsspirale in Europa. Russland habe schon 2014 Mittelstreckenraketen stationiert, sagte er im Radioprogramm SWR Aktuell, die Amerikaner wollten aktuell wieder neue Modelle entwickeln: "Beides ist ausgesprochen bedauerlich, denn solche Raketen – was Europa betrifft – sind direkt auf uns gezielt." Lambsdorff betonte, wie wichtig ein Gleichgewicht zwischen der NATO und anderen Atommächten sei, schon allein wegen des Fortschritts in der Militärtechnologie in den Jahrzehnten seit dem INF-Vertrag, der landgestützte Mittelstreckenraketen betrifft: "Inzwischen sind seegestützte Raketen viel wichtiger. Diese sind nach dem INF-Vertrag nicht verboten." Welche Aufgabe ihnen nach Lambsdorffs Vorstellungen zukommt, sagt er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Astrid Meisoll.

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