Gesetzentwurf zur Maklergebühr: Immobilienverband IVD wirft der SPD eine Scheindebatte vor

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SWR Aktuell, Logo (Foto: SWR, SWR)

Der Präsident des Immobilienverbandes IVD, Jürgen Michael Schick, wirft der SPD vor, beim Thema Maklergebühren, eine Scheindebatte zu führen. Bundesjustizministerin Barley möchte durchsetzen, dass beim Kauf einer Immobilie derjenige den Makler bezahlt, der ihn beauftragt hat. Auf die Frage, ob die SPD in diesem Fall eine Scheindebatte führe, sagte Schick im Radioprogramm SWR Aktuell: „Ich denke ja, denn die Leute werden sehen, dass der Käufer nicht entlastet wird, er wird belastet.“ Es sei zu erwarten, dass der Verkäufer eine mögliche Provision auf den Kaufpreis „obendrauf sattelt“. Dann zahle der Käufer nicht nur einen höheren Kaufpreis, sondern auch noch eine höhere Grunderwerbsteuer: „Also wird der Käufer gleich zweimal zur Kasse gebeten. Der Einzige, der davon profitieren würde, wäre der Staat“, sagte Schick. Schick hält den Vorschlag der SPD auch politisch nicht für durchsetzbar: „Bei den Plänen von Barley handelt es sich um einen Alleingang, der in der großen Koalition nicht abgestimmt ist. Der Gang an die Öffentlichkeit führt so richtig zu Verstimmungen beim Koalitionspartner.“ SWR Aktuell-Moderator Arne Wiechern im Gespräch mit Jürgen Michael Schick.

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