Ex-NRW-Finanzminister: Großbank darf nicht zu „eigenen Macht im Staat“ werden

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SWR Aktuell, Logo (Foto: SWR, SWR)

Norbert Walter-Borjans, ehemaliger Finanzminister von Nordrhein-Westfalen, sieht die geplante Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank kritisch. Im Radiosender SWR Aktuell sagte er: „Das Risiko eines so großen Gebildes liegt für die Politik darin, dass sie damit Handlungsmöglichkeiten aus der Hand gibt“, so der SPD-Politiker. Er selbst sei da „ein gebranntes Kind“, da er als Finanzminister schon einmal die Aufgabe gehabt habe, eine Großbank wie die West LG abzuwickeln: „Bereits bei der WestLB hat sich ja gezeigt, was passieren kann, wenn in einer Welt Banken so eine Größe bekommen, dass sie die Politik bestimmen und eine Macht im Staat werden.“ Eine solches Gebilde sei nicht mehr kontrollierbar von der Politik oder von der Demokratie.

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