Einzelhandel in Mainz ärgert sich über zerfaserte Fastnacht wegen neuer Winterferien

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SWR Aktuell, Logo (Foto: SWR, SWR)

Die neu eingeführten Winterferien in Rheinland-Pfalz finden zum ersten Mal statt, aber sie haben nicht nur Freunde. Die Narrenzunft und der Einzelhandel ärgern sich über den Termin. Schon die Geschäftsführerin der Narrenzunft Gelb-Rot Koblenz, Nicole Lüttgenhaus, hatte den Termin kritisiert und auch in Mainz gibt es Ärger: "Auslöser der Diskussion war eigentlich der vorgezogene Jugendmaskenzug“, sagte in SWR Aktuell der Chef der Werbegemeinschaft Mainz, Martin Leopold, die rund 130 Einzelhändler in der Innenstadt vertritt. Bislang fand dieser Umzug für Kinder und Jugendliche traditionell am Fastnachtssamstag statt, aber durch die neuen Winterferien war auch dieser vorgezogen worden, weil die Befürchtung bestand, dass sonst die Familien im Skiurlaub sind. "Allerdings ohne uns im Vorfeld zu informieren", klagt Leopold, und "die eigentlichen Fastnachtstage stehen uns ja noch bevor, wo viele Geschäfte heute schon von Donnerstag bis Dienstag zu haben. Das heißt, es sind fünf Umsatztage, die verloren gehen." Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem sagt er aber auch, dass er auf einen guten Dialog am Anschluss an die Fastnacht hofft, um für 2020 besser zu planen.

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