Deutscher Mieterbund zur Grundsteuer: "Umlagefähigkeit sollte gestrichen werden"

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SWR Aktuell, Logo (Foto: SWR, SWR)

Der Geschäftsführer des Deutschen Mieterbundes, Ulrich Ropertz, hat angesichts der Debatte über eine Grundsteuerreform gefordert, dass Vermieter künftig die Steuer nicht mehr auf die Mieter umlegen dürfen. In SWR Aktuell sagte Ropertz: "Die Grundsteuer, ganz egal wie sie gestrickt wird, ist eine Eigentumssteuer – sie wird selbstverständlich von selbstnutzenden Eigentümern gezahlt, aber derzeit nicht von Vermietern. Die können die Kosten auf die Mieter abwälzen. Das muss geändert werden." Für die Forderung, die Grundsteuer aus dem Betriebskostenkatalog zu streichen, sieht Ropertz Unterstützung aus der Politik: "Die beiden Oppositionsparteien Bündnis 90/Die Grünen und die Linken unterstützen die Forderung. Aber auch bei der SPD, bei Finanzminister Scholz und Justizministerin Barley, stoßen wir auf offene Ohren." Nicht auszuschließen sei allerdings, dass Vermieter die Ausgaben für die Grundsteuer dann über eine höhere Kaltmiete wieder zurückholen.

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