Hotels und Energiekrise: "Kein Gast nächtigt gerne in einem kalten Zimmer"

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AUTOR/IN
Jenny Beyen

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Die Energiekrise lässt Schwarzwald-Hotelier Günther Wiesler vom gleichnamigen Seehotel in Titisee im wahrsten Sinne des Wortes „kalt“. Sein Betrieb heizt mit einer Holzhackschnitzel-Anlage – und das schon seit 20 Jahren, wie der Gastwirt in SWR Aktuell sagte: "Die Kollegen, die mit Gas oder Öl ihr Hotel heizen, für die wird es eng. Die müssen sich was überlegen." Wobei die Spielräume eng sind. Denn kein Gast nächtigt gerne in einem kalten Zimmer. "In den Gästezimmern achten wir darauf, dass das Reinigungspersonal richtig lüftet und die Fenster nicht ewig aufstehen lässt. Die Heizkörper werden auch heruntergedreht, wenn die Gäste nicht im Zimmer sind." Wie aber der Gast selbst mit Heizen und Lüften umgeht, darauf habe man keinen Einfluss. Besonders energieintensiv sind Wellnessbereich und Außenpool. Gerade im Schwarzwald, wo viele Hotelanlagen auf 800 Höhenmetern und mehr liegen, gehe viel Energie verloren. "Da wird so ein Pool schnell teuer und ich weiß von Kollegen, die den Pool im Winter schließen müssen." Wie sehr den Hotelbetreibern die Energiekrise und die immer noch nicht ausgestandene Corona-Pandemie psychisch zusetzt, darüber hat Günther Wiesler mit SWR Aktuell-Moderatorin Jenny Beyen gesprochen.

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