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Verwüstete Häuser, aufgerissene Straßen und eingestürzte Brücken: Der Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz ist eine Herkules-Aufgabe.

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Noch habe die Phase des Wiederaufbaus nicht begonnen, sagt Anja Obermann, Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Rheinhessen, im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Christian Rönspies. Die Menschen seien noch mit dem Aufräumen beschäftigt. Wenn die gröbsten Verwüstungen beseitigt sind, rechne sie allerdings mit einem Ansturm auf die Handwerksbetriebe.

Holz bleibt teuer

"Ich gehe davon aus, dass man alles irgendwie bekommen kann. Es kommt nur darauf an: wie lange muss man warten und zu welchem Preis kann man das bekommen." Schon vor der Hochwasserkatastrophe sei vor allem Holz knapp und teuer gewesen. "Das hat sich nicht entspannt." Die Preise seien seit Anfang des Jahres sehr stark gestiegen.

Auftragsbücher sind voll

Die Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Rheinhessen stimmt die Kunden auch auf Geduld ein. "Das ist eine Herausforderung." Denn die Betriebe in den Bereichen Baugewerbe und Ausbauhandwerk hätten auch vor der Hochwasser-Katastrophe schon volle Auftragsbücher gehabt. Sie gehe jedoch davon aus, dass auch Firmen am Markt tätig sein werden, die nicht aus Rheinland-Pfalz stammen. "Das wird sich einruckeln."

Verzögerungen bei Wartungsterminen

Allerdings könnten Standardtermine für eine Wartung auch mal verschoben werden. Obermann appelliert deshalb an alle Kunden, dafür Verständnis zu haben. Denn die Betriebe versuchten, den von den Überflutungen Betroffenen schnell zu helfen. "Von daher werbe ich dafür, einfach beim Handwerker anzurufen und die Situation schildern. In der Regel versuchen die Betriebe darauf einzugehen."

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