Hochwasser-Katastrophe: Warum eine Elementarschaden-Versicherung sinnvoll ist

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Die Versicherungsschäden nach der Flutkatastrophe könnten sich auf bis zu fünf Milliarden Euro summieren. Das teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am heutigen Mittwoch mit.

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Viele Betroffene sind gar nicht abgesichert und müssen auf Staatshilfen hoffen. Denn in ganz Deutschland verfügt laut GDV im Schnitt nur knapp die Hälfte der Verbraucher über eine Elementarschadenversicherung, die bei Naturereignissen wie Starkregen, Hochwasser oder Erdrutschen einspringen würde.

Elementarschadenversicherung sinnvoll

"Was viele nicht wissen, ist, dass die Wohngebäude- oder Hausratversicherung zwar grundsätzlich Sturmschäden bezahlt", sagt der YouTuber Saidi vom Geldratgeber 'Finanztip' im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich. "Aber durch Sturm verursachten Überschwemmungen müssen extra versichert werden." Deshalb rät er Eigentümern, die in der Nähe von Flüssen wohnen, eine Elementarschadenversicherung abzuschließen. Aber auch wer ein Haus an einem kleinen Rinnsal stehen habe, sollte darüber nachdenken. Man habe in der vergangenen Woche gesehen, dass ein kleiner Bach schnell zu einem reißenden Strom werden könne.

Preisvergleich lohnt sich

Auch Hauseigentümer, die eine Immobilie im gebirgigen Gelände besitzen würden, seien mit einer Elementarschadenversicherung gut beraten. Denn dort könnten Erdrutsche oder Lawinen drohen.

Porträt von Saidi Sulilatu, YouTuber beim Geldratgeber "Finanztip" (Foto: privat)
Saidi Sulilatu, YouTuber beim Geldratgeber "Finanztip" privat

Die Policen sind nach Aussage des Finanzexperten sehr teuer. Deshalb lohne sich ein Vergleich. "In unserem Test bei 'Finanztip' haben wir Preisunterschiede im dreistelligen Bereich festgestellt."

Sonderfall Hochrisikogebiet

Schwierig könnte es werden, wenn das Haus in einem Hochrisikogebiet steht. "Dann kann der Versicherer verlangen, dass ich bauliche Veränderungen vornehme. Das heißt, wenn das Haus älter ist, kann es sein, dass ich neue Fenster im Keller und im Erdgeschoss einbauen muss, die wasserdicht sind." Auch Forderungen, wie die Heizung aus dem Keller in den ersten Stock zu verlegen, seien für den Abschluss einer Elementarschadenversicherung durchaus üblich.

Stefan Eich steht im Gang eines SWR-Gebäudes. (Foto: SWR)
SWR Aktuell Moderator Stefan Eich
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