Hochwasser-Katastrophe in RLP: Das steckt hinter der Aktion "Bäcker helfen Bäckern"

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Die Hochwasser-Katastrophe, die besonders Teile Westdeutschlands getroffen hat, hat auch bei vielen Bäckerei-Betrieben schwere Schäden angerichtet. Darum gibt nun vielerorts sogenannte "Flut-Brote" zu kaufen.

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Das Bäckerhandwerk hat es ohnehin nicht leicht, schließlich ist die Konkurrenz, beispielsweise zu Brötchen aus Supermärkten, groß. Nun hat auch das Hochwasser, besonders in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, viele Betriebe schwer getroffen.

"Die Bäcker stehen zum Großteil wirklich vor dem Nichts."

Betroffen seien zum jetzigen Zeitpunkt etwa 18 Produktionsstätten und 71 Verkaufs-Filialen, berichtet Daniel Schneider, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Arne Wiechern. Er habe außerdem von einigen Betrieben erfahren, dass sie nun mit dem Gedanken spielten, ihr Geschäft ganz aufzugeben. Das Hochwasser habe nach Schätzungen seines Verbands in der Bäckereibranche Schäden in Höhe von etwa 25 Millionen Euro angerichtet - und Gebäudeschäden seien da noch nicht einmal mit eingerechnet.

Aktion "Flut-Brot" für betroffene Bäckereien

Um den Kolleginnen und Kollegen zumindest ein wenig zu helfen, hat der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks seine Mitgliedsbetriebe dazu aufgerufen, die betroffenen Betriebe mit einem sogenannten "Flut-Brot" zu unterstützen. Pro verkauftem Brot geht mit der Aktion "Bäcker helfen Bäckern" den Angaben zufolge ein Euro an Betroffene im gesamten Krisengebiet im gesamten Krisengebiet.

Auch andere Branchen helfen

Der Bäcker-Verband ist damit nicht allein: Neben den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern unterstützen Handwerksbetriebe aus ganz Deutschland ihre von der Hochwasser-Katastrophe betroffenen Kolleginnen und Kollegen. Durch verschiedene Aktionen, handwerkliche Hilfe oder Spenden helfen Innungen, Kammern und Unternehmen den Menschen vor Ort.

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