GEW Baden-Württemberg: "Das Kultusministerium stößt sich gesund auf Kosten von anderen"

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AUTOR/IN
Arne Wiechern

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In Baden-Württemberg beginnen die Sommerferien. Damit stehen viele Lehrerinnen und Lehrer mit befristeten Anstellungsverhältnissen wieder auf der Straße. Ob, wo und wie sie weiter beschäftigt werden, erfahren sie in der Regel erst kurz vor Ferienende. In der Zwischenzeit müssen sie sich arbeitslos melden und bekommen ALG I oder ALG II – so einen Umgang mit Fachkräften kritisiert die Bildungsgewerkschaft GEW. Die Landeschefin von Baden-Württemberg, Monika Stein, hält auch das Argument, so spare der Landeshaushalt etwa 15 Millionen Euro, für vorgeschoben: "Wenn die Menschen Hartz IV oder Arbeitslosengeld bekommen, dann sind es andere Töpfe, die das finanzieren. Im Endeffekt ist das alles Steuergeld, das da herangezogen wird", sagte Stein im Radioprogramm SWR Aktuell. "Das Kultusministerium stößt sich gesund auf Kosten von anderen Töpfen, die entweder im Land, im Bund oder in den Kommunen sind." Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Arne Wiechern sagte die Landeschefin der Bildungsgewerkschaft: "Wir sind eines der reichsten Bundesländer – dass wir die höchste Quote bei Sommerarbeitslosigkeit von Lehrkräften haben, die wir danach wieder einstellen, ist wirklich eine Schande."

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Arne Wiechern