Gasumlage: Hoffnungsschimmer für Festpreis-Kunden?

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AUTOR/IN
Arne Wiechern

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Der Hauptgeschäftsführer des Verbands der kommunalen Unternehmen, Ingbert Liebing, fordert eine Nachbesserung der Gasumlage. Es sei unklar, ob die Umlage auch auf Festpreis-Kunden der Stadtwerke umgelegt werden könne, sagte er in SWR Aktuell. Das könnte bedeuten, dass Festpreis-Kunden die Gasumlage vorerst nicht zahlen müssten. "Wenn die Versorger und Stadtwerke diese Beträge auf längere Sicht selbst zwischenfinanzieren müssen, bis vertragliche Anpassungen möglich sind, führt das zu gravierenden Liquiditätsproblemen in der Energiewirtschaft", so Liebing. "Das können wir uns im Interesse der Versorgungssicherheit nicht leisten."
Die Festpreis-Verträge machten etwa ein Viertel des gesamten Gas-Umsatzes aus. Weil Liebing zusätzlich auch noch Zahlungsausfälle von Kunden erwartet, die monatlich nicht so viel Geld zur Verfügung haben, fordert er zusätzliche Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung und ein "Insolvenzantrags-Moratorium" für die Stadtwerke. Wie eine Neuregelung des Gesetzes aussehen müsste, erklärt Liebing im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Arne Wiechern.

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