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Sport ohne Zuschauer, das ist erst mal vorbei – wenn die Zahl der Corona-Infektionen in der jeweiligen Region unter dem Grenzwert bleibt. Beim Eröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga ist das nicht der Fall, deshalb wird es dann doch ein so genanntes Geisterspiel werden. Ansonsten haben sich die Bundesländer darauf geeinigt, dass maximal 20 Prozent der Zuschauerkapazitäten im Stadion oder in der Halle belegt werden dürfen. Wie groß ist trotzdem das Infektionsrisiko? Für Ingeborg Krägeloh-Mann, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin, ist das Risiko bei solchen Veranstaltungen überschaubar, solange sie unter kontrollierten Bedingungen ablaufen. Für Kinder und Jugendliche sei es noch geringer als für ältere Menschen, sagte sie im SWR. Deshalb bräuchten sich Eltern keine Sorgen zu machen, ihre Kinder mit ins Stadion zu nehmen. Lauter Torjubel und vor allem Umarmungen im Fußballstadion seien im Moment allerdings "nicht zu empfehlen". Im Gespräch mit dem SWR betonte die Medizinerin mehrfach, wie wichtig in der aktuellen Situation die kontrollierten Bedingungen seien, unter denen viele Menschen zusammenkommen: "Wir lernen immer dazu. Schon vor den Ferien, als Schulen wieder aufgemacht wurden, gab es keine „Superspreading“-Situationen. (…) Wir lernen dazu, wenn Konzerte unter sehr genauen Bedingungen stattfinden.“ Problematischer für die Ausbreitung von Corona-Infektionen sind für Krägeloh-Mann Situationen, die weniger geregelt ablaufen: "Wo Leute zusammen finden und Party machen, und eben nicht so verantwortungsvoll sind, da entstehen eher Infektionsherde.“

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