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Nach Monaten des Corona-Lockdowns ist bei vielen die Sehnsucht nach Freiheit groß. Und für viele ist der Inbegriff von Freiheit das Motorrad. Viele haben ein Saisonkennzeichen, manche dürfen schon ab März wieder auf die Straße. Auf dem Motorrad der Pandemie entfliehen - zumindest für ein paar Stunden - das ist enorm wichtig für viele, erklärt Rita Stumpf, Verkehrspsychologin in Calw und Stuttgart.

"Den Gashahn aufdrehen und dem Ganzen entfliehen"

Rita Stumpf, Verkehrspsychologin

Dass einige Biker dabei Regeln verletzen, sich selbst und andere gefährden, auch das hat mit Corona zu tun, sagt die Psychologin: "Wir haben so viele Beschränkungen, mehr denn je. Dann endlich mal loslassen, ohne nachzudenken, Grenzen überschreiten." Das habe allerdings auch mit dem wachsenden Egoismus in unserer Gesellschaft zu tun.

Das Knie auf dem Boden in der Kurve - und danach ein "Wheelie"

Wie sehr die Motorradfahrer den Frühling und die damit verbundene Freiheit herbeisehnen, das zeigt sich jetzt schon an Motorrad-Hotspots wie dem Nordschwarzwald. Während ältere Biker meist gemütlich die Landschaft genießen, suchen jüngere Fahrer das Risiko.

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