Experte zu Warnstreik bei Lufthansa: Das wird ein Hammer in der Hochsaison

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AUTOR/IN
Andreas Herrler
ONLINEFASSUNG
Michael Paufler

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Chaos an den Flughäfen – ab morgen kommt noch ein Warnstreik bei der Lufthansa dazu: Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten des Bodenpersonals dazu aufgerufen. "Das wird ein Hammer in der Hochsaison, zumindest für Passagiere, welche die klassische Lufthansa gebucht haben", meint der Luftfahrexperte Cord Schellenberg im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Herrler.

"Bei der Abfertigung an den Schaltern, sofern es Lufthansa-Mitarbeiter sind, auf dem Vorfeld und bei der Technik, die das Flugzeug für den Tag bereitstellt, wird wenig gehen", befürchtet der Journalist. Das werde nicht nur den Mittwoch betreffen, sondern auch den Donnerstagmorgen, da in den frühen Stunden die Flugzeuge bereitgestellt würden.

"Das ist keine Warnung, sondern ein kompletter Streik"

Die Dauer des Warnstreiks könne er nicht nachvollziehen, sagt der Luftfahrtexperte: "Gerade in der Hochsaison, wo ein Dienstleistungsbetrieb wie die Lufthansa dazu aufgerufen ist, die Passagiere gut und sicher hin und zurück zu befördern – diesen Zeitpunkt über einen ganzen Tag und einen Vormittag zu nutzen, ist keine Warnung mehr, sondern ein kompletter Streik. Das ist zu viel des Guten", so Schellenberg.

Zwei oder drei Stunden hätten genügt

Zwei oder drei Stunden Warnstreik hätten seiner Meinung nach ausgereicht: "Man hätte dort eine 'frühe Welle' blockieren können. Dann hätte alles andere danach wieder greifen können."

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