Europa-Politikerin Barley (SPD) zu britischer Premier Truss: "Sie könnte sehr gefährlich für die EU werden"

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AUTOR/IN
Andreas Böhnisch

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Liz Truss wird neue britische Premierministerin. Die bisherige Außenministerin wird heute von der Queen zur Nachfolgerin von Boris Johnson ernannt. Truss gilt als Brexit-Hardlinerin und als erzkonservativ.
Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Katarina Barley (SPD), befürchtet, dass die neue Premierministerin "sehr gefährlich für die EU werden könnte." In SWR Aktuell sagte Barley, Truss habe bereits als Außenministerin bewiesen, dass sie eine harte Verhandlungsgegnerin sei. Man erwarte, dass dies nicht besser werde. Welche Konsequenzen das haben könnte, sagte Katarina Barley im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreaas Böhnisch.

Ende des Nordirland-Protokolls würde Handelskrieg bedeuten

Es sei zu befürchten, dass Liz Truss das Nordirland-Protokoll verändern werde. "Das ist ein Riesenproblem, denn dieses Nordirland-Protokoll war der schwierigste Teil der Verhandlungen." Barley warnte: "Wenn sie wirklich dieses Nordirland-Protokoll aufkündigen wollen, dann muss die Europäische Union Gegenmaßnahmen ergreifen. Und das bedeutet leider so etwas Ähnliches wie ein Handelskrieg."

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Andreas Böhnisch