Erdkern dreht sich entgegen der Erdrotation – "Aber keine Gefahr für das Magnetfeld"

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AUTOR/IN
Sebastian Felser

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Der Erdkern dreht sich aktuell offenbar entgegen der Erdrotation – das wollen chinesische Forscher herausgefunden haben. Möglich ist das, weil der Erdkern aus Metall besteht, das von flüssigem Gestein umgeben ist. Aber drohen damit apokalyptische Szenen wie im zwanzig Jahre alten Katastrophenfilm "The Core", in dem das Magnetfeld der Erde zusammenbricht? "Nein", beruhigt Thomas Hillebrandt aus der SWR-Wissenschaftsredaktion. Dabei habe der Erdkern schon etwas mit dem Magnetfeld zu tun, das uns vor der Strahlung aus dem All schützt. Aber ein Zusammenbruch werde nicht passieren.
Der Aufbau der Erde gleiche dem einer Zwiebel: Der innere Kern ist fest und etwa 2500 Kilometer dick. Darüber kommt der äußere Kern, der ist flüssiger. Dann der untere und der obere Erdmantel und schließlich die Erdkruste. "Der Erdkern funktioniert wie ein Dynamo, der das Magnetfeld erzeugt. Wäre das nicht der Fall, dann wäre die Evolution sicher anders verkaufen", ist sich Wissenschaftsredakteur Hillebrand sicher. Wie wenig wir im Vergleich zum Weltall über den Aufbau des Erdinneren wissen, darüber hat Thomas Hillebrand mit SWR Aktuell-Moderator Sebastian Felser gesprochen.

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