Ein Jahr nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria: Situation auf griechischer Insel Lesbos bleibt "unerträglich"

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Kritiker sehen ein Jahr nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos keine Verbesserung der Situation dort. Die Nachfolge-Einrichtung heißt Kara Tepe. Der Leiter der Flüchtlingshilfe der Malteser-Werke Mainz, Behrouz Asadi, hält sich im Moment auf Lesbos auf. Im Gespräch mit SWR2 Aktuell-Moderator Jan Fédéric Willems beklagt er eine "unerträgliche" Situation in dem Lager. Die Hitze setze den Menschen, die in Zelten und Metall-Containern untergebracht seien, enorm zu. Deshalb erhebt er schwere Vorwürfe in Richtung der Europäischen Union. Eine Änderung der Situation sei nicht gewünscht.
Ein Jahr nach dem Brand in dem Flüchtlingslager Moria bestehe akuter Handlungsbedarf. Die Männer, Frauen und Kinder, die hier Schutz suchten, müssten auf die gesamte EU verteilt werden. Argumente der Politik, dass damit ein Anreiz geschaffen werde, dass sich noch mehr Menschen auf den Weg in Richtung Europa machen würden, wies der Leiter der Malteser-Werke Mainz zurück. Mit Blick auf die tausenden Menschen, die im Moment vor den Taliban aus Afghanistan fliehen würden, appellierte er an die politisch Verantwortlichen diese Flüchtlinge aufzunehmen.
Im Interview erläutert Behrouz Asadi ebenfalls, wie private Initiativen den Menschen helfen können.

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