Diskussion über Biokraftstoff: Sollten wir wegen des Ukraine-Kriegs auf Sprit aus Nutzpflanzen verzichten?

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Der Ukraine-Krieg verschärft die Lebensmittelknappheit. Durch die russischen Angriffe können große Mengen von Getreide nicht exportiert werden. Das macht sich bemerkbar, da die Ukraine Europas größter Lieferant in diesem Bereich ist. Die Bundesregierung will deshalb erreichen, dass weniger Pflanzen zu Bio-Sprit verarbeitet werden.
Die Nachhaltigkeitsexpertin Katharina Schickling rechnet vor, welche Nutzpflanzen in Biokraftstoff stecken: "Zur Hälfte ist das Mais, zu rund 27 Prozent Getreide und dann sind das nochmal 5 Prozent Zuckerrohr und Zuckerrüben. Mais, Getreide und Zuckerrüben stammen in der Regel aus Europa, das Zuckerrohr kommt aus Süd- und Mittelamerika."
Zur Produktion von Lebensmitteln würden diese Nutzpflanzen in Europa nicht benötigt. Deutschland baue Weizen für den Export an. "Wir produzieren mehr Getreide, als wir selbst brauchen." In Afrika sei die Situation jedoch ganz anders. Dort drohten wegen des Wegfalls der Getreidelieferungen aus der Ukraine und aus Russland Lebensmittelengpässe. "Da kann man sich natürlich schon Gedanken darüber machen, ob es sinnvoll ist, so große Flächen für den Anbau von Kraftstoff zu verwenden." Denn es gebe Alternativen.
Welche das sind, erklärt die Energieexpertin im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich.

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