Demos gegen Corona-Maßnahmen – eine neue soziale Bewegung

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Der Politikwissenschaftler Wolfgang Schröder von der Universität Kassel geht davon aus, dass die Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen weiter gehen werden. Das sagte er im SWR. Er geht auch davon aus, dass es sich dabei um eine soziale Bewegung handelt, die sich unabhängig von der Lage immer wieder zu Wort melden wird. Allerdings sind die Motive Teilnehmer sehr unterschiedlich.
Deshalb "muss Politik vorsichtig sein, wenn sie das Phänomen einheitlich behandelt, weil sie dann diejenigen, die radikale Ziele verfolgen (…) mit denen in eine Schublade schiebt, die konkrete Nachteile durch Corona öffentlich bekunden wollen", so der Politikwissenschaftler.
Immer häufiger finden auch Gegendemonstrationen statt. Diese sieht Schröder zwiespältig. Auf der einen Seite müssten auch "die Mehrheiten, die unsichtbar sind, sichtbar werden". Auf der anderen Seite könnten Demonstrationen und Gegendemonstrationen auch zu einer "weiteren Aufwertung irrationaler und radikaler Proteste führen". Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch gibt Schröder zu bedenken, ob es möglicherweise nicht sinnvoller wäre, "den Protest, wo er nicht begründet ist, oder verfassungsfeindliche Ziele verfolgt, ins Leere laufen zu lassen."

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