Darmstädter-Signal: "Afghanistan-Einsatz war riesiger Fehler"

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Die Beteiligung Deutschlands am Afghanistan-Einsatz war nach Ansicht des Arbeitskreises Darmstädter Signal ein "riesiger Fehler". Dessen Sprecher Florian Pfaff sagte in SWR Aktuell, es sei bei dem Einsatz nicht um Demokratie und Frieden für Afghanistan gegangen: "Der Einsatz war so verlogen, wie die Überraschung [über das Ende] geheuchelt. Man wurde im Grunde herausgeworfen. Man hatte die Standorte aufgeben müssen, weil der Druck zu groß war." Wenn man jetzt sage, die Afghanen sollten allein – ohne die Nato, ohne die Bundeswehr und ohne die USA – das Gebiet halten, sei das irreal: "Wenn man jetzt so tut, als hätte man sich auf die afghanische Armee verlassen, ist das natürlich unehrlich."
Pfaff bezeichnete die Kriege in Afghanistan und dem Irak als "sinnlose und verlogene Kriege. Das war im Grunde nur 'nation building', wie man es beschönigend nennt – unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung", so Pfaff im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.

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