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Der Autohersteller Daimler hat gestern seine neue Elektro-S-Klasse vorgestellt. Produziert wird die Luxuslimousine mit dem Namen EQS in Sindelfingen. Sie soll im August auf den Markt kommen.

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Für die Chefredakteurin von "Auto, Motor und Sport", Birgit Priemer, ist das ein Meilenstein. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich sagte sie, der EQS stehe am Beginn einer Offensive, die in diesem Jahr noch weitere E-Modelle von Daimler bringen werde.

Daimler hat Erfahrung in Sachen Komfort und Qualität

Der baden-württembergische Autobauer will mit dem EQS vor allem Tesla herausfordern – was ihm nach Ansicht der Fachfrau Priemer auch gelingen könnte. "Tesla hat zwar eine treue Fangemeinde und Maßstäbe beim Schnellladen gesetzt – aber Daimler sollte es nicht schwerfallen, einen Konkurrenten zu bauen, angesichts viel Erfahrung in Sachen Komfort und Qualität", so Priemer.

Die Käufer nicht mit Elektro-Mobilität überfordern

Zur Aussage von Konzernchef Ola Källenius, dass es mit der Elektromobilität vielleicht schneller gehen könne als bisher gedacht, äußerte sich die Auto-Expertin skeptisch. "Dass wir ab 2030 nur noch Elektroautos verkaufen, das halte ich für unrealistisch. Wir brauchen für einen solchen Transformationsprozess einfach Zeit", sagte Priemer.

Birgit Priemer, Chefredakteurin von Auto Motor und Sport (Foto: SWR)
Birgit Priemer, Chefredakteurin von Auto, Motor und Sport

Man müsse bedenken, dass die Käufer ganz erheblich privates Kapital investierten – deshalb dürfe man sie nicht überfordern und ihnen auch keine Angst einjagen, dass sie ab 2030 gar keine anderen Autos mehr bekämen.

Der Trend sei dennoch klar: "Wir sehen, dass ab 2024/25 die Entwicklungsarbeit an Verbrenner-Motoren signifikant zurückgehen wird".

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