Corona-Regeln für den Herbst „wenig alltagstauglich“

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AUTOR/IN
Stefan Eich

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Ab dem 1. Oktober soll in Deutschland ein neues Corona-Schutzkonzept gelten, um gut durch den Herbst zu kommen. Den Entwurf von Gesundheitsminister Lauterbach und Justizminister Buschmann hat der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, in SWR Aktuell allerdings als „wenig alltagstauglich“ bezeichnet. Etwa die Regel, nach der vor weniger als drei Monaten Geimpfte keine Maske tragen müssen: „Wer soll das überprüfen? Und was passiert, wenn so eine Impfung drei Monate und zwei Tage alt ist?“ Außerdem fehlten klare Kriterien, anhand derer eine mögliche Überlastung des Gesundheitssystems festgestellt werden soll.
Sehr vernünftig findet Reinhardt dagegen, dass Schulschließungen konsequent ausgeschlossen werden: „Man muss konstatieren, dass es die Kinder und Jugendlichen waren, die in den bisherigen gut zwei Jahren am stärksten unter allen Maßnahmen gelitten haben.“ Deshalb müsse die Balance zwischen Rücksichtnahme auf der einen Seite und Teilnahme am öffentlichen und sozialen Leben auf der anderen Seite im Auge behalten werden. Der Verzicht auf Lockdowns und Schulschließungen sei insofern eine „sehr weise Entscheidung“, hat Reinhardt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich gesagt.

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