Chronisches Fatigue-Syndrom: Wie eine Krankheit die Betroffenen ans Bett fesselt

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Etwa 300.000 Menschen in Deutschland leiden am Chronischen Fatigue-Syndrom (ME/CFS). Dabei handelt es sich um weit mehr als um eine immer andauernde Müdigkeit. Die Betroffenen müssen mit einer körperlichen und sehr schmerzhaften Erschöpfung klarkommen, die bis in die Zellen hinein Auswirkungen hat.
Die frühere Filmemacherin Sibylle Dahrendorf lebt mit ME/CFS. Neben der Entkräftung würden sie Muskelzittern und Muskelkrämpfe plagen. Hinzu kämen ein Brennen auf der Haut, innerliche Vibrationen, Kopfgeräusche, Sehstörungen sowie unerträgliche Nervenschmerzen. Oft werde sie auch von Herzrasen und Atemnot heimgesucht, erzählt die Berliner Filmemacherin.
Die Krankheit sei bei ihr so weit fortgeschritten, dass sie die Wohnung nicht mehr verlassen könne. Schlaf- und Wohnzimmer würden sich in einem Raum befinden. Die meiste Zeit müsse sie liegen. Aufrechtes Sitzen sei kaum noch möglich. "Da verbringe ich mein Leben und bin digital vernetzt, um nicht ganz aus der Welt zu verschwinden."
Warum sich Sibylle Dahrendorf von der Gesundheitspolitik vergessen fühlt und welche Änderungen erfolgen müssen, erzählt sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem.
Infos auch auf www.wir-fordern-forschung.org

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