China beginnt Militärmanöver: Wie die Menschen in Taipeh mit der Bedrohung umgehen

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AUTOR/IN
Jonathan Hadem

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China hat seine Drohung offenbar wahrgemacht und mit einem Militärmanöver nahe Taiwan begonnen. Das meldet das chinesische Staatsfernsehen. Bislang würde sie davon in der Hauptstadt Taipeh noch nichts mitbekommen, sagt Anna Marti, Büroleiterin der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung. "Es gibt keinen Luftalarm oder Fliegergeheul." Sie verfolge das Manöver des chinesischen Militärs über die sozialen Medien. Darin werde deutlich, dass die Menschen in Taiwan durchaus besorgt seien. Es gehe vor allem um das Ausmaß, das der Konflikt mit China noch annehmen könne. Trotzdem herrsche weitgehend "Business as usual".
Die chinesische Bedrohung sei nichts Neues, denn sie bestehe seit Ende des Bürgerkriegs im Jahr 1949. Die Menschen in Taiwan hätten gelernt mit dieser Bedrohung umzugehen und zu leben. "Deswegen herrscht hier im Moment auch keine Panik oder übergroße Nervosität. Man kennt das schon."
Wie Anna Marti chinesische Repressionen als Büroleiterin der Friedrich-Naumann-Stiftung in Taiwan bei ihrer täglichen Arbeit zu spüren bekommt, erzählt sie ebenfalls im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem.

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Jonathan Hadem