CDU-Politiker Rüddel zur Bürgerversicherung: Weniger Qualität, mehr Bürokratie – und höhere Kosten

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Zwei Drittel der Deutschen fänden es gut, wenn es statt gesetzlicher und privater Krankenversicherung eine Bürgerversicherung gäbe, in die dann alle einzahlen - auch Selbständige und Beamte. Das hat eine Umfrage des ARD-Magazins "Monitor" ergeben. SPD, Grüne und Linke tendieren ebenfalls in diese Richtung. Die Union nicht: "Die Bürgerversicherung würde weniger Qualität, mehr Bürokratie und höhere Kosten bedeuten", sagte der CDU-Gesundheitspolitiker Erwin Rüddel im Gespräch mit SWR2 Aktuell-Moderator Jan Frédéric Willems. In allen Ländern, die eine staatliche Gesundheitsversorgung hätten, sei deren Qualität schlecht, so Riddel. Aufgrund des derzeitigen Verhältnisses zwischen privat und gesetzlich Versicherten sehe er auch nicht mehr Gerechtigkeit. "Wir brauchen weniger Bürokratie, wir brauchen mehr Flexibilität, und genau das Gegenteil würde sich über eine Bürgerversicherung entwickeln", sagte Riddel. Ein weiterer wichtiger Punkt ist ihm der Erhalt des Wettbewerbs im Gesundheits-System. Riddel ist auch dafür, das bisherige Vorgehen der Bundesregierung - etwa durch mehr Spezialisierung größerer Kliniken - weiterzuentwickeln. "Diskussionen über eine Verstaatlichung des Systems sind im Moment vollkommen fehl am Platz“.
Warum eine Bürgerversicherung besonders für Rheinland-Pfalz nach Riddels Ansicht fatal wäre, hören Sie im Interview.

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