CDU-Politiker Helge Braun fordert: Einmalig neue Brennstäbe kaufen, statt Atomkraftwerke als Not-Reserve bereitzuhalten

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Andreas Böhnisch

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Der CDU-Bundestagsabgeordnete Helge Braun hat die Pläne von Wirtschaftsminister Robert Habeck kritisiert, zwei der drei Atomkraftwerke bis April 2023 als Not-Reserve für die Stromversorgung bereitzuhalten, statt diese weiterzubetreiben. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch bezeichnete Braun die Entscheidung als "halbherzige Lösung zu Lasten der Stromkunden. Diese wachsweiche Zwischenlösung wird uns nicht davor schützen, dass im Winter die Strompreise explodieren."

Einmalig neue Brennstäbe für vorhandene AKWs kaufen

Stattdessen forderte der CDU-Politiker den einmaligen Einkauf neuer Brennstäbe für die noch vorhandenen Kernkraftwerke: Dies würde nicht nur wenige Wochen helfen, sondern - je nach Bauart des Atomkraftwerks - wenige Jahre. "Würden wir einmal noch Brennstäbe einbauen und diese herunterbrennen lassen, würde das unser Endlagerproblem um wenige Prozent erhöhen. Wenn man sichere Kraftwerke im Land stehen hat, die unsere Stromversorgung in dieser schwierigen Phase verbessern können, muss man das nutzen", so Braun.

Ampelkoalition verzögert alles

Der "Streit in der Ampelkoalition" verzögere alles und führe dazu, dass es in diesem Winter vielleicht gar nicht mehr helfe, weil Brennstäbe nicht rechtzeitig kämen. Dies sei ein "wirklich schwerer Zeitverlust und eigentlich unverständlich."

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Andreas Böhnisch