"Deutschland hinkt bei der Information über Abtreibungen hinterher"

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Der Deutsche Bundestag hat heute entschieden, dass Ärztinnen und Ärzte für Schwangerschaftsabbrüche werben dürfen. Der Paragraf 219a des Strafgesetzbuches, der das Werbeverbot regelt, wurde gestrichen. Hintergrund war die Geldstrafe für die Gießener Ärztin Kristina Hänel, die auf ihrer Internetseite darauf hinwies, dass sie Frauen über Abtreibungen berät. Vor der Entscheidung hat SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch mit Kristina Hänel gesprochen. Sie freute sich darüber, dass es zu der Bundestagsentscheidung kommt. Allerdings hinke Deutschland wegen des Informationsdefizits in Forschung, Lehre und Ausbildung hinterher, so Hänel.
Die Ärztin war von Abtreibungsgegnern beschimpft worden und hatte Morddrohungen erhalten. Ob sich nach der Änderung des Gesetzes daran etwas ändern könnte, sagt sie ebenfalls im SWR Aktuell Gespräch.

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