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Deutschland hat 2020 seine Klimaziele erreicht. Das klingt gut, ist aber für Thorben Becker vom Bund Umwelt- und Naturschutz BUND "nur eine Momentaufnahme", weil das ohne die Corona-Pandemie und den damit verbundenen niedrigeren Energieverbrauch nicht funktioniert hätte. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Florian Rudolph betonte Becker außerdem, dass die "Klimaschutzziele angesichts der Klimakatastrophe eigentlich viel zu niedrig" seien. Europa erhöhe die Ziele, Deutschland werde mit "deutlich ambitionierteren Maßnahmen" nachziehen müssen. Becker kritisierte, die aktuelle Bundesregierung wolle "nicht mehr handeln“. Für die Wahl im Herbst rechnet er mit einem "Klimawahlkampf", und die nächste Bundesregierung werde dann "rrichtig aufs Tempo drücken müssen." Gefahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland durch schärfere Klimaziele sieht Becker nicht – im Gegenteil: "Ich denke, es ist gerade im Interesse des Wirtschaftsstandorts Deutschland, hier nicht länger abzuwarten sondern voranzugehen und zu zeigen, dass Klimaneutralität und industrielle Produktionsprozesse zusammen gedacht werden können“, so Becker.

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