Bürgerbegehren in Stuttgart: Links-Partei fordert Pflichtabgabe der Unternehmen für ÖPNV

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Jonathan Hadem

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In Stuttgart startet ein Bürgerbegehren für ein 365 Euro-Ticket für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Die Partei "Die Linke" beginnt mit dem Sammeln von Unterschriften.
Der stellvertretende Landessprecher der Partei in Baden-Württemberg und LINKE-Stadtrat Luigi Pantisano fordert eine grundlegend andere Finanzierung des ÖPNV. Im Rahmen eines Mobilitätspasses müssten sich Unternehmen an den Kosten für Bus und Bahnen beteiligen. Unternehmen ab zehn Mitarbeitern sollten in Stuttgart 20 Euro pro Mitarbeiter als Abgabe zahlen. Dadurch würden die Firmen einen Beitrag zur Finanzierung des ÖPNV leisten und die Ticket-Preise wären nur noch ein kleiner Teil der Finanzierung. Als Begründung nennt der Stuttgarter Stadtrat die beschlossene Erhöhung von fünf Prozent für die Tickets im Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) im kommenden Jahr. Ursache seien die gestiegenen Energiekosten. Die LINKE rechnet damit, dass 2024 die Ticketpreise um acht Prozent steigen werden. "Das geht einfach nicht mehr", findet der Kommunalpolitiker.
Warum Luigi Pantisano von der Links-Partei lobende Worte für den bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chef Markus Söder hat, erfahren Sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem.

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