Brauereien in der Krise: Warum der Gas-Mangel Auswirkungen auf die Bier-Produktion hat

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AUTOR/IN
Jonathan Hadem

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Wird Bier wegen des Ukraine-Kriegs bald knapp? Fakt ist, dass Brauereien viel Energie verbrauchen und oft auf Gas angewiesen sind. Hatz-Moninger in Karlsruhe nutzt seit zehn Jahren ausschließlich Gas, um "die heiße Würze, also das Grundprodukt für Bier herzustellen", sagt Unternehmenschef Wolfgang Scheidtweiler. "Die muss anderthalb Stunden gekocht werden. Das braucht sehr viel Energie." Hatz-Moninger könnte deshalb beim Bierbrauen ein Problem bekommen. Sollte die Notfallstufe und damit die dritte und höchste Stufe des Notfallplans Gas ausgerufen werden, würde die Brauerei kein Gas mehr erhalten und abgeschaltet.
Damit es nicht so weit kommt, habe man sich "neue Dampfkessel organisiert, die dann mit Öl beheizt werden." Bis Ende August soll der Umstellungsprozess abgeschlossen sein. Jetzt hofft der Unternehmenschef, "dass es Öl zu einigermaßen erschwinglichen Preisen den Winter über geben wird."
Wie Hatz-Moninger künftig noch stärker regenerative Energien fürs Bierbrauen nutzt, erzählt Wolfgang Scheidtweiler im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem.

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