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Der Landkreis Böblingen hat die niedrigste Inzidenz-Rate in Baden-Württemberg - zuletzt 63,1 - und das ist auch das Verdienst von Björn Schittenhelm.

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Schittenhelm ist Apotheker aus Holzgerlingen und setzt bei seinem "Böblinger Modell" schon seit einem halben Jahr konsequent auf viele Schnelltests in der breiten Bevölkerung. Insgesamt 43 Covid-19-Testzentren gibt es im Landkreis Böblingen bereits. Mindestens zwei Corona-Schnelltests pro Woche bekommt jeder Bürger kostenlos. Öffnungen oder Lockerungen sind damit allerdings bisher nicht verbunden. Am Dienstagabend hat Björn Schittenhelm sein Modell Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgestellt.

Spahn zeigte sich beeindruckt

Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Alina Braun berichtet Schittenhelm: "Herr Spahn war beeindruckt, was wir da im Landkreis aufgebaut haben." Das liege daran, dass es in und um Böblingen gelungen sei, eine solche Test-Strategie in die Fläche zu bringen und nicht nur in einer einzelnen Modell-Stadt wie Tübingen anzubieten. "Da sind wir, glaube ich, die ersten in Deutschland, die das versucht und umgesetzt haben."

Keine Öffnungen im Landkreis Böblingen

Im Gegensatz zu Tübingen gibt es im Kreis Böblingen keine großzügigen Öffnungen. Dafür gibt es dort allerdings die niedrigste Inzidenz-Zahl in ganz Baden-Württemberg.

"Das freut unseren Landrat immer besonders: Pole Position gerade in Baden-Württemberg."

Björn Schittenhelm, Apotheker und Schnell-Test-Initiator aus Holzgerlingen

Auch im Landkreis Böblingen steigt zwar die Inzidenz-Zahl, aber nur langsam. Zuletzt lag sie zwischen 60 und 70: "Baden-Württemberg-weit sind wir ja bei weit über 130 – also, wir sind noch immer Platz eins auf der Landkreis-Liste." Trotz des erfolgreichen Aufbaus einer Test-Infrastruktur innerhalb der letzten sechs Monate gibt es keine Öffnungen. "Bei uns bringt der Schnelltest im Moment noch nicht, dass man irgendwas machen kann. Das ist das Ziel, wo wir hin wollen."

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