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Mehr und schneller impfen - das sei der Weg zur Normalität, sagt die Vize-Chefin des Verbands der Betriebsärzte. Sie wollen Teil der Impf-Kampagne werden.

Die Betriebs- und Werksärztinnen und -ärzte "stehen quasi in den Startlöchern, um in den Betrieben zu impfen", beteuert Anette Wahl-Wachendorf, die Vizepräsidentin des Verbands der Betriebs- und Werksärzte Deutschlands im SWR. Das wisse das Bundesgesundheitsministerium. Sollte heute ein entsprechender Beschluss beim Impf-Gipfel von Bund und Ländern fallen, die betriebsärztlichen Praxen einzubinden, würden diese morgen schon loslegen - zumindest, da "wo die Impfzentren schon stehen". Das sind vor allem große Betriebe wie die BASF oder Daimler.

Bis zu fünf Millionen Impfungen pro Monat

Die Vize-Chefin des Verbands rechnet vor: Es gebe in Deutschland rund 12.000 Betriebsärztinnen und -ärzte - "wir wissen, dass wenn diese nur zwei Stunden täglich impfen werden, dass das dann eine Zahl von 5 Millionen Corona-Impfungen im Monat wäre, die wir beitragen könnten."

Es komme ganz darauf an, der Impf-Kampagne jetzt so viel Schwung wie möglich zu geben: "Vor allem ist weiterhin ganz, ganz wichtig, dass wir mehr und schneller impfen", sagte Wahl-Wachendorf im SWR. Das Ziel sei die Herdenimmunität und damit verbunden eine Rückkehr in Richtung Normalität

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Große Impf-Bereitschaft in den Bertrieben

Die Impfbereitschaft unter den Beschäftigten liege bei mindestens 60 Prozent, sagt Wahl-Wachendorf. "Ich rechne vor dem Hintergrund der Diskussionen beim Impf-Gipfel, dass tatsächlich überlegt wird, entsprechend die Rechte an Teilhabe am normalen Leben wieder zu ermöglichen, mit einem noch weiteren Zuspruch der Beschäftigten." Trotz allem Ehrgeiz in der Wirtschaft allgemein und in den betriebsärztlichen Praxen sei aber auch klar: Die Unternehmen können bei der Logistik helfen, so die Vizepräsidentin, aber "eine ärztliche Ansprache sollte tatsächlich ärztlich erfolgen und nicht von Unternehmer-Seite".

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