Ariane 6: Guter Start - dann Triebwerksprobleme

Stand
Autor/in
David Beck

Zunächst hob die neue europäische Träger-Rakete wie geplant vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ab. Doch dann klappte nicht alles wie geplant, berichtet SWR-Wissenschaftsredakteur David Beck, der den Start in Kourou beobachten konnte.

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Die europäische Weltraumbehörde ESA verkündete einen Erfolg, nachdem mehrere Satelliten ins All ausgesetzt wurden. Dann aber sollte ein Triebwerk im oberen Teil der Rakete erneut zünden und diese umkehren, damit ihre Überreste in der Erdatmosphäre verglühen.

Hilfstriebwerk zündete nicht

David Beck aus der SWR-Wissenschaftsredaktion beobachtete den Start aus 8 Kilometern Entfernung – was dann geschah, beschrieb er in SWR Aktuell: "Durch die wiederentzündbare Raketenstufe ist die Ariane 6 in der Lage, nacheinander verschiedene Umlaufbahnen zu erreichen und dort Satelliten auszusetzen. Dieses Triebwerk hat aber nur einmal gezündet – aber dann nicht mehr. Man weiß inzwischen, dass es an einem kleinen Hilfstriebwerk lag. Was dabei das Problem war, ist ab er noch unklar."

Raketenstart wird dennoch als Erfolg bewertet

Aus guten Grund, wie David Beck im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Jenny Bayern erklärte: "Seit gut einem Jahr hatte Europa keinen eigenen Zugang ins All mehr." Umso wichtiger sei der erfolgreiche Start von Ariane 6 und das Aussetzen der Satelliten, "weil es ja auch Satelliten gibt, die sensibler Natur sind. Schon gleich der zweite Start der Ariane 6 ist vom französischen Verteidigungsministerium beauftragt. Da geht es um Aufklärungssatelliten. Die will man nicht unbedingt aus der Hand geben."

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David Beck