Angst vor einem Börsen-Crash: Wann irrationales Verhalten unser Handeln an den Aktienmärkten bestimmt

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Anleger brauchen zurzeit starke Nerven. Die Kurse an den Aktienmärkten fahren Achterbahn. "Die Sorge ist groß", sagt Roland Ullrich, Experte für Trading und Finanzpsychologie. Er sieht einen toxischen Cocktail aus Angst vor Inflation, steigenden Zinsen, Rezession und vor dem Krieg in der Ukraine. Diese Mischung versetze die Menschen in Panik. Rational sei das Verhalten nicht nachzuvollziehen. "Aber es geht an der Börse um Psychologie." Ein Crash werde immer durch menschliche Verhaltensweisen ausgelöst, die in solchen Marktphasen höchst irrational seien. "Deshalb bezeichne ich einen Crash gerne als Cortisol-Schock. Wenn über die Nebennierenrinde das Panikhormon Cortisol ausgeschüttet wird, rennen wir alle gleichzeitig auf die Klippe zu und stürzen uns alle gemeinsam hinunter." Unten angekommen, mache sich dann die große Ernüchterung breit und alle würden sich fragen: "Oh Gott! Was haben wir da gemacht?"
Warum sich trotz Crash-Gefahr ein Investment an der Börse lohnt, erläutert der Trading-Experte im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem.

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