Ärzte verschreiben Kindern häufiger Psychopharmaka

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AUTOR/IN
Stefan Eich

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Kinder haben im vergangenen Jahr 40 Prozent weniger Medikamente verschrieben bekommen als vor der Corona-Pandemie. Das geht aus dem Report der Techniker Krankenkasse "Kinder und Arzneimittel" hervor. Auffällig dabei ist: Ärzte haben vor allem deutlich weniger Medikamente gegen Erkältungen verschrieben. "Das führen wir auf die Corona-Pandemie und die Hygienevorschriften zurück", so Dr. Jens Baas, der Vorstandsvorsitzende der TK. Durch diese sei es auch bei Kindern zu deutlich weniger Erkältungs-Krankheiten gekommen. Mehr verschrieben dagegen wurden Psychopharmaka für Kinder. Das wiederum sei nicht auf die Pandemie zurückzuführen: "In den vergangenen Jahren ist die Zahl dieser Verschreibungen stetig gestiegen. Das hat sich während der Pandemie fortgesetzt, aber nicht beschleunigt."

Unabhängig von der Art des Medikaments und ob ein Arzt es verschrieben hat oder ob Eltern ein frei verkäufliches Medikament in der Apotheke holen: Arznei kann bei falscher Anwendung gefährlich für Kinder werden. Dr. Jens Baas erklärt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich, worauf Eltern bei der Medikamentengabe auf alle Fälle achten sollten.

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Stefan Eich