Absturz nach stundenlangem Flug geradeaus: "Offenbar war niemand an Bord mehr handlungsfähig"

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AUTOR/IN
Ulrike Alex

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Ein Privatflugzeug stürzt mit vier Menschen an Bord in die Ostsee. Zuvor ist die Maschine stundenlang geradeausgeflogen. Offenbar war niemand an Bord bei Bewusstsein und hätte eingreifen können. Der Luftfahrtexperte Andreas Späth vermutet, dass es Probleme mit dem Kabinendruck gab. Späth sagte in SWR Aktuell: "Wenn ab etwa 5000 Meter Flughöhe der Druck in der Kabine abfällt, dann wird das menschliche Gehirn sehr schnell handlungsunfähig." Bei dem Geschäftsflugzeug auf dem Weg nach Köln habe der Autopilot die Steuerung übernommen und den Jet auf gleicher Flughöhe gehalten. "Es hat aber offenbar keine handlungsfähigen Menschen mehr an Bord gegeben." Luftfahrtexperte Späth wies darauf hin, dass der Pilot bereits kurz nach dem Start Probleme mit dem Kabinendruck gemeldet habe: "Wenn der Sauerstoffgehalt in der Kabine absinkt, kann es sehr schnell gehen. Das Zeitfenster ist sehr eng und offenbar hat es hier nach der Meldung über den Druckabfall nicht mehr gereicht, den automatisch eingeleiteten Steigflug zu unterbrechen." Wie häufig es in Flugzeugen zu Problemen mit dem Kabinendruck kommt, unter anderem darüber hat Andreas Späth mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex gesprochen.

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