Abschied von einer Ikone: Die Queen als "Instanz für Unsterblichkeit"

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AUTOR/IN
Arne Wiechern

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Seit einer Woche ist Elisabeth II. tot und in Großbritannien weiterhin kein Alltag in Sicht. Im britischen Parlament in London ist der Sarg der Monarchin fünf Nächte und vier Tage lang aufgebahrt, zehntausende Menschen haben sich in die lange Schlange eingereiht, um Abschied von ihrer Queen zu nehmen.
Der Medienpsychologe Jo Groebel führt diese enorme Anteilnahme der Bevölkerung auf die sieben Jahrzehnte dauernde Regentschaft der Monarchin zurück. "Die Queen war fast eine Instanz, die für Unsterblichkeit stand." Man habe den Eindruck gewonnen, dass nichts passieren könne und alles gut werde, solange Elisabeth II. am Leben sei. Für viele Menschen habe die Queen außerdem für "Zuverlässigkeit und Integrität" gestanden. Und in einer Zeit der Krisen, wie sie die Welt im Moment erlebe, verstärke sich dieser Effekt noch. Jetzt mit ihrem Tod müssten wir alle "Abschied von einer großen Illusion" nehmen.
Warum die Beerdigung der britischen Monarchin am Montag, den 19. September Menschen auf der ganzen Welt in ihren Bann ziehen wird, erläutert der Medienpsychologe im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Arne Wiechern.

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Arne Wiechern