Auf dem Ärmel eines Feuerwehrmanns ist das Symbol einer Freiwilligen Feuerwehr zu sehen (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Repräsentative Umfrage zum Gemeinwohl in Deutschland Feuerwehr führt "Gemeinwohlatlas 2019" an

Feuerwehr, Rotes Kreuz und THW leisten laut "Gemeinwohlatlas" den größten gesellschaftlichen Beitrag. Grund zur Freude für die Retter, aber die Feuerwehren sorgen sich trotzdem.

Der "Gemeinwohlatlas" ist eine wissenschaftliche Studie der Universität St. Gallen und der Handelshochschule Leipzig. Die Forscher befragten rund 12.000 Deutsche, welche Organisationen ihrer Meinung nach am meisten zum Gemeinwohl beitragen. Demnach belegen Feuerwehr, das Technische Hilfswerk und das Rote Kreutz die ersten drei Plätze. Danach folgen weitere Hilfsorganisationen.

Feuerwehr freut sich über hohe Anerkennung

Der Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Lars Oschmann, zeigte sich erfreut über den Zuspruch: "Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis für die deutschen Feuerwehren und zeigt, dass wir eine hohe Anerkennung unter der Bevölkerung haben", sagte er im SWR. "Jetzt hat uns mal die ganze deutsche Bevölkerung auf die Schulter geklopft und gesagt: Schön, dass es Euch gibt."

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Oschmann: Politik soll das Ehrenamt stärken

Zugleich forderte Oschmann von der Politik, das Ehrenamt in der Feuerwehr zu stärken: "Die Politik kann uns natürlich in der Weise unterstützen, dass sie versucht, das Ehrenamt zu entlasten." Diese Entlastung könne etwa ein Bürokratieabbau sein, sodass Ehrenamtler mehr Zeit auf ihre eigentliche Tätigkeit verwenden könnten. Derzeit führe etwa die Dokumentation von Einsätzen dazu, "dass das Ehrenamt viel länger dauert, als es tatsächlich notwendig wäre".

Gutes Zeugnis für Unternehmen, schlechtes für katholische Kirche

Die Deutschen gaben in der Umfrage aber auch an, dass auch einige gewinnorientierte Unternehmen viel für das Gemeinwohl beitragen - so zum Beispiel die Drogerie dm oder der Haushaltsgerätehersteller Miele. Die evangelische Kirche belegt in dem Ranking Platz 19, die katholische Kirche landet auf Platz 102 von 137.

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