Julia Klöckner hält eine Rede auf einer kommunalpolitischen Veranstaltung der Union in Rheinland-Pfalz vor einem großen Schriftblock mit dem Wort

CDU-Bundesparteitag Julia Klöckner: Keine Wahlempfehlungen "von oben"

Der Bundesparteitag der CDU in Hamburg wird bestimmen, wer Angela Merkel an der Spitze der Partei nachfolgt. Diskussionen und Spekulationen sorgen im Vorfeld für Streit.

Die rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende Julia Klöckner will sich nicht auf eine Wahlempfehlung für den CDU-Bundesvorsitz festlegen. Die Bundeslandwirtschaftsministerin machte im SWR deutlich, dass sie Empfehlungen für nicht hilfreich hält: "Ich finde, wir sollten diese Diskussion, die auch bei mir im Landesverband sehr intensiv ist, und diesen Schwung nicht einfach durch eine Ansage von oben abbremsen."

Dauer

So gebe es auch innerhalb des CDU-Landesverbandes Rheinland-Pfalz Unterstützung für alle drei Kandidaten. Klöckner sieht den Ausgang der Wahl deshalb offen: "Ich traue unseren Delegierten zu, dass sie in einer geheimen und freien Wahl selbst entscheiden können."


Die Kandidaten

Als aussichtsreichste Kandidaten stehen derzeit die bisherige Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, der ehemalige Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz sowie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zur Wahl. Kramp-Karrenbauer gilt als die Favoritin von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Für Viele steht sie für Kontinuität.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat sich für Friedrich Merz ausgesprochen. Das wiederum hatte Wirtschaftsminister Peter Altmaier kritisiert, der sich seinerseits für Annegret Kramp-Karrenbauer ausgesprach. Jens Spahn gilt als Außenseiter.

Julia Klöckner glaubt nicht an Spaltung

Eine Spaltung der CDU im Streit um die Nachfolge von Angela Merkel als Parteivorsitzende befürchtet Julia Klöckner nicht. Das sei "Quatsch", sagte sie. "Ich kenne keinen bei uns in der Partei, der jetzt davon redet, die Partei zu spalten."

Im Gegenteil hätten die vergangenen Regionalkonferenzen gezeigt, wie respektvoll innerhalb der Partei miteinander umgegangen werde. Auf acht Regionalkonferenzen hatte sich die Kandidatenrunde der Parteibasis vorgestellt. Wahlberechtigt sind jedoch nur die Delegierten des Bundesparteitags.

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