Jan Böhmermann steht an einem Rednerpult mit SPD-Logo und dem Schriftzug "neustart19". (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Julia Hüttner / ZDF / dpa)

Satiriker will Parteichef werden Böhmermann in der SPD: Hilft oder schadet er der Partei?

AUTOR/IN

Jan Böhmermann ist SPD-Mitglied. Die SPD in Köthen hat ihn aufgenommen. Nicht ohne Bauchschmerzen, sagt der Vorsitzende. Aber hilft oder schadet Böhmermann der SPD? Ein Pro und Contra.

"Es ist uns nicht leicht gefallen", sagte der Köthener SPD-Kreisverbandsvorsitzende Ronald Mormann im SWR. Die Aufnahme des Satirikers Böhmermann sei nicht unumstritten gewesen. Es gebe eine ganze Reihe Parteimitglieder, die nicht alles nur lustig fänden, was unter Satire und insbesondere von Jan Böhmermann laufe.

Was spricht für Böhmermann in der SPD und was dagegen: Ein Pro und Contra aus dem SWR-Hauptstadtstudio im Video:

Dauer

"Satire darf nicht alles, aber vieles"

Trotzde der Bedenken mancher Mitglieder habe sich die Köthener SPD für Böhmermann entschieden, sagte Mormann: "Satire darf meiner Meinung nach nicht alles, aber sehr vieles und das muss eine Partei, die so breit aufgestellt ist wie die SPD und über 150 Jahre unterwegs ist, auch aushalten."

Böhmermann im Arbeitseinsatz im Tierpark?

Mormann hat allerdings auch schon eine Idee, wo sich Böhmermann im SPD-Kreisverband einbringen könnte. Dafür gebe es wiederkehrende Gelegenheiten wie diese: "Wir haben hier einen über 100 Jahre alten Heimat-Tierpark, der der SPD sehr verbunden ist und für den die SPD sehr viel tut. Wenn da der nächste Arbeitseinsatz ist, dann kriegt Herr Böhmermann sicherlich vom Ortsverein Köthen eine Einladung dazu."

Dann kann er über Beweis stellen, wie ernst er es meint mit seiner Mitgliedschaft.

Ronald Mormann, Kreisverbandsvorsitzender der SPD Köthen

SPD-Generalsekretär ist fürs Plakate-Kleben

Auch SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat Böhmermann zur Basis-Arbeit geraten: "Jetzt geht’s los! Infostände, Hausbesuche, Bürgergespräche, Plakate kleben. Wir freuen uns sehr, dass du jetzt an unserer Seite für eine starke Sozialdemokratie kämpfst", schrieb Klingbeil auf Twitter.

AUTOR/IN
STAND