100 Jahre Pfahlbaumuseum Unteruhldingen: "Mit der Natur leben - nicht gegen sie"

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AUTOR/IN
Petra Waldvogel

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Das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen am Bodensee feiert 100-jähriges Bestehen. Gegründet wurde es am 1. August 1922. Das Museum fühle sich zum einen seinem Auftrag verpflichtet, die neuesten Ergebnisse der Pfahlbau-Archäologie zu präsentieren, sagt der Direktor, Professor Gunter Schöbel. Um dieser Aufgabe noch besser gerecht zu werden, sei ein Erweiterungsbau geplant. Die Bauarbeiten sollten in den nächsten Monaten beginnen.
Außerdem wolle das Museum eine Brücke zur Gegenwart schlagen. Man zeige, dass sich die Menschen an die Lebensumstände am See angepasst hätten. "Ich glaube, man kann daraus lernen, dass man eben mit der Natur lebt und nicht gegen sie." Deshalb hat gerade in Zeiten des Klimawandels die Pfahlbau-Architektur wieder an Bedeutung gewonnen. "Es gibt Pfahlbauten in aller Welt. Wir werden das in unserer neuen Ausstellung zeigen." Denn die Menschen hätten gelernt, mit den Gefahren an Lagunen, Seen oder Meeren umzugehen. Entscheidend sei, "man muss wissen, welche Bandbreite ein Hochwasser haben kann."
Was in der jüngeren Vergangenheit beim Bauen versäumt wurde, erläutert der Museumsdirektor im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Petra Waldvogel.

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Petra Waldvogel