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Das Robert-Koch-Institut hat 1.129 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Bundesgesundheitsminister Spahn kann sich angesichts der Zahlen keine Lockerungen vorstellen. Von einer Normalität sei man noch sehr weit entfernt.

Auch nach dem 10. Januar müssten Kontakte weiterhin stark eingeschränkt bleiben, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei einer Pressekonferenz in Berlin.

"Größte Impfkamagne in der Geschichte der Bundesrepublik"

Mut mache aber der Start der deutschlandweiten Impfkampagne. Seit dem Start vor drei Tagen sind laut RKI mehr als 78.000 Menschen geimpft worden. Die meisten Impfungen gab es in Pflegeheimen.

Zwar habe es Probleme beim Start gegeben, insgesamt aber sei die "größte Impfkampagne in der Geschichte Deutschlands erfolgreich angelaufen".

Spahn möchte ruhiges Silvester

Spahn rief die Menschen dazu auf, sich auch an Silvester an die Maßnahmen zu halten. Jeder müsse wissen, "dass das Schließen im öffentlichen Bereich nur Sinn macht für uns alle, wenn wir auch im privaten Bereich die Kontakte reduzieren".

"Es ist notwendig, dass dieses das wahrscheinlich ruhigste Silvester werden wird, an das sich Deutschland erinnern kann."

Wieler: Es dauert noch, bis Impfungen greifen

Auch RKI-Chef Lothar Wieler appellierte an die Menschen. "Trotz der Impfung müssen wir uns in den nächsten Monaten alle weiterhin an die AHA+L-Regeln halten und unsere Kontakte einschränken", sagte er. So lange werde es dauern bis ausreichend Menschen geimpft seien, um die Zirkulation des Virus zu reduzieren.

Das RKI hatte erstmals den Höchstwert von über 1.000 Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Außerdem wurden 22.459 Neuinfektionen verzeichnet. Vergangenen Mittwoch waren 24.740 Neuinfektionen und der bisherige Höchststand von 962 Todesfällen gemeldet worden. Vor dem Jahreswechsel werde jedoch auch weniger getestet, daher seien die Zahlen nur bedingt vergleichbar, so das RKI.

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