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Paketausträger Thomas Missel hat es nicht leicht: Über 200 Pakete bringt er täglich an den Mann und an die Frau. Im SWR erzählt er von seinem Power-Job.

Es werde nach Weihnachten nicht viel weniger werden, vermutet Thomas Missel, Zusteller für die Deutsche Post/DHL in Baden-Württemberg. Er gehe davon aus, dass er bis übermorgen fast genau so viele Pakete ausfahren muss, wie vor den Feiertagen, sagte Missel im SWR.

Zum Teil müssten noch Pakete, die sich gestaut hätten, verschickt werden, weil die Maschinen vor Weihnachten nicht mehr hinterher kamen. Außerdem hätten viele Menschen Gutscheine geschenkt bekommen, die sie jetzt einlösen würden. Er selbst liefere derzeit täglich zwischen 200 und 250 Pakete aus. Dieses Jahr sei, was die Paketmenge angehe "das ganze Jahr Weihnachten" gewesen.

Schön, wenn ein "Danke" kommt

Im Grunde bringe er gerne Pakete, vor allem Weihnachtsgeschenke, denn die Kunden würden sich schließlich darüber freuen. Noch schöner finde er es, wenn er dafür ein "Danke" von Herzen bekomme – das sei mindestens so viel wert wie Trinkgeld.

Lieber anonym bleiben, als Kunden gefährden

Es sei schade, dass es wegen der Corona-Pandemie derzeit oft keinen persönlichen Kontakt zu den Kunden gebe. Die Boten seien angehalten, Pakete möglichst an vereinbarten Orten zu hinterlegen und gar nicht mehr zu klingeln. Es sei wichtig, Kunden nicht zu gefährden, aber er freue sich auch wieder auf die Zeit, wenn er ein Lächeln bekomme, so Missel.

Viele Pakete auf einmal kommen lassen

Der Paketzusteller appellierte an die Menschen, mehrere Pakete so zu bestellen, dass sie alle am selben Tag ausgeliefert werden können. Er persönlich würde sich nicht darüber ärgern, wenn er jemandem sechs Stück pro Tag bringen müsse - wenn es eins an jedem Werktag der Woche sei aber unter Umständen schon.

Für 2021 wünscht er sich, dass die Verbraucher über ihr Konsumverhalten nachdenken. Man müsse den Online-Handel nicht ausreizen, auch wenn die Geschäfte geschlossen haben, meint der Paketbote.

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