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Die soziale Ungleichheit droht weiter anzusteigen - und zwar in fast allen Ländern der Welt gleichzeitig. Das besagt der neue Ungleichheitsbericht der Organisation Oxfam. Grund dafür ist die Corona-Pandemie.

Der Bericht Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam zeigt auf, wie Corona die Welt noch ungleicher macht. So konnten die tausend reichsten Menschen der Erde ihre Verluste in der Pandemie innerhalb von neun Monaten ausgleichen.

Bis sich die Ärmsten von den wirtschaftlichen Folgen erholen, könnte es dagegen mehr als ein Jahrzehnt dauern. Laut Oxfam haben hunderte Millionen Menschen im Zuge der Corona-Krise ihr Einkommen oder ihre Arbeit verloren. Gleichzeitig stieg das Vermögen der zehn reichsten Männer seit Februar 2019 trotz der Pandemie um fast eine halbe Billion US-Dollar - auf mehr als 1,1 Billionen. Damit könnte man Corona-Impfungen für alle Menschen auf der Welt bezahlen.

Frauen trifft die Pandemie stärker

Auch das Vermögen der zehn reichsten Deutschen nahm zu - um 35 Prozent. In dem Bericht heißt es weiter, dass in vielen Staaten Frauen von den Folgen der Pandemie stärker betroffen sind als Männer und Menschen mit Rassismus-Erfahrung stärker als Weiße.

Oxfam fordert eine stärkere Unterstützung von Menschen in Armut. Zudem solle die Wirtschaft am Gemeinwohl ausgerichtet werden. Grundlage für den Bericht, der in diesem Jahr den Titel "Das Ungleichheits-Virus" trägt, sind verschiedene Statistiken und eine Befragung von knapp 300 Ökonomen aus fast 80 Ländern.

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