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Die Bereitschaft, ein Organ zu spenden, ist am Jahresanfang deutlich gestiegen. Das teilt die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) mit. Gesundheitsminister Spahn rät dazu, die "schwierige Entscheidung" zu dokumentieren.

Bis Ende Mai haben deutschlandweit 410 Menschen Organe gespendet - damit habe 1.300 Patienten geholfen werden können. Im Januar und Februar sei die Zahl der Spender um 30 Prozent nach oben gegangen. In den beiden Vorjahren waren es zum gleichen Zeitpunkt jeweils nur 380 beziehungsweise 400 Spender. Zwar gab es laut Stiftungschef Axel Rahmel ab März weniger Spenden, wohl auch wegen der Corona-Pandemie. Dennoch seien Organe gespendet worden - anders als in anderen Ländern. In den USA seien die Zahlen um 50 Prozent eingebrochen, in Frankreich oder Spanien sogar um 75 Prozent.

Bundestag hat sich gegen eine Widerspruchslösung entschieden

Laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist der Anstieg eine Folge der breiten gesellschaftlichen Debatte über die Zustimmungsregelung. Der Bundestag hatte im Januar die bewusste und freiwillige Entscheidung für oder gegen eine Organspende bestätigt. Spahn bittet alle Bürger, sich heute am bundesweiten Tag der Organspende mit dem Thema auseinanderzusetzen.

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