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Online-Einkauf Mehr Sicherheit beim Bezahlen

In dieser Woche treten strengere Regeln für das Bezahlen im Internet in Kraft. Es reicht dann nicht mehr nur ein Passwort oder seine Kreditkarten-Nummer einzugeben.

Eine Frau zeigt auf einen Bildschirm mit  modischen Schuhen, die online angeboten werden.

Mehr Sicherheit beim Online-Einkauf

Gespräch mit Petra Thiele, SWR Wirtschaft und Soziales

Was muss ich im Internet künftig alles eingeben?

Das kommt auf den Kreditkarten-Anbieter an. Jede Bank hat da ihr eigenes Sicherheits-System: Entweder bekomme ich jetzt für jeden Kauf per Kreditkarte eine eigene TAN-Nummer mitgeteilt - die kann dann per SMS kommen - oder ich muss einen besonderen Code abfotografieren und dann weiterleiten. Es kann auch sein, dass ich ein extra Kennwort bekomme, wie beispielsweise bei der Mastercard den sogenannten SecureCode. Also, da gibt es viele technische Möglichkeiten. Das kann auch ein Fingerabdruck oder Netzhaut-Scan sein.

Wichtig ist: Es müssen immer neben der Kreditkarten-Nummer und der Prüfziffer hinten, zusätzlich noch zwei weitere Angaben gemacht werden.

Gilt das jetzt für alle Online-Einkäufe?

Ein 20-Euro-Schein, ein 10-Euro-Schein, eine 1-Euro-Münze und ein Iphone 6 mit dem PayPal-Logo

Der US-Dienst Paypal hat in Deutschland rund 16 Millionen Kunden. Mit Paydirekt wollen private Banken, genossenschaftliche Institute und Sparkassen Paypal Paroli bieten.

Nein, es gilt grundsätzlich erst ab einer Kaufsumme von 30 Euro und es gibt auch Ausnahmen. Wer seine Internet-Käufe über den Bezahl-Dienst "Paypal" erledigt - was rund 18 Millionen Deutsche machen – der braucht jetzt nichts ändern. "Paypal" hat seine Banken-Lizenz in Luxemburg und muss sich nicht an die deutschen Mindest-Anforderungen halten. "Paypal" gilt aber schon als relativ sicher und erstattet bei Betrug auch den Geldbetrag.

Allerdings sollten Mitglieder von "Paypal" wissen, dass sie dem Bezahldienst weitreichende private Konto-Informationen zur Verfügung stellen. Das gilt aber auch für andere Zahlungsdienstleister.

Erhöht das neue Zahlungsverfahren wirklich die Sicherheit?

Ja, es ist auf jeden Fall besser als das bisherige Verfahren. Da konnte ja jeder, der die Kreditkarten-Nummern gehackt hat, munter etwas bestellen. Wenn man telefonisch irgendwo etwas gebucht hat, war das ja schon in bisschen unheimlich, dass man einfach nur die Zahlen sagen musste und es wurde alles einfach vom Konto abgebucht.

Die deutsche Finanzaufsicht wünscht sich aber grundsätzlich, dass es überall ein dynamisches TAN-Verfahren gibt. Also, dass es pro Einkauf nur eine Nummer oder ein Kennwort gibt. Passwörter, die jahrelang gelten, sind sehr riskant. Je schneller ein Kennwort gewechselt werden muss, desto weniger Chancen haben Betrüger, Konten zu plündern.