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Neues Windows-Betriebssystem 7 plus 8 macht 10

Windows 10 ist da. Wer sich im ersten Jahr dazu entscheidet, die neue Version herunterzuladen, bekommt sie kostenlos. Lohnt der Umstieg?

Windows 10

Windows 10

Von Andreas Reinhardt, Multimedia-Experte

Mit der Version 10 will Microsoft das verbreitete und beliebte Windows 7 mit dem gefloppten Windows 8 sinnvoll kombinieren. Und das scheint gelungen. Das System wirkt auf den ersten Blick aufgeräumter als Windows 7, die Kacheln von Windows 8  haben sich ins Startmenü zurückgezogen. Windows 10 lässt sich flüssig bedienen, viele werden damit auf Anhieb zurechtkommen. Aus Sicht von Microsoft ist der Sprung so groß, dass die Versionsnummer 9 glatt übersprungen wurde. 

Welche Voraussetzungen sind nötig?

Wer die automatischen Updates bei Windows 7 und 8 eingeschaltet hat, dem ist vielleicht ein neues Windows-Symbol in der Taskleiste aufgefallen. Mit einem Klick darauf kann sich jeder ein Upgrade reservieren. Das wird dann nach dem 29. Juli nach und nach in Etappen mit dem Windows Update auf die Rechner gespielt.

Es muss nicht sofort installiert werden. Es gelten für die Ausstattung des Rechners im Grunde die selben Voraussetzungen, wie bei Windows 7 und 8. Weil auch nur von diesen Systemen ein Upgrade möglich ist, müsste 10 auf vielen Rechnern laufen.

Für die 32-Bit-Version sollten mindestens 16 Gigabyte Festplattenspeicher und 1 Gigabyte Arbeitsspeicher vorhanden sein, bei der 64-Bit-Version sind 20 Gigabyte auf der Festplatte und 2 Gigabyte Arbeitsspeicher notwendig. Wer noch Windows XP oder Vista benutzt, kann nicht kostenlos upgraden. Offizielle Preise gibt es aber noch nicht. 

Das ist neu:

Bei Windows 10 hat sich viel getan. Das Startmenü ist wieder da. Das haben viele Windows-8-Nutzer vermisst. Mit Cortana gibt es erstmals auch auf einem PC eine digitale Assistentin, die aufs Wort hört. Sie beantwortet Fragen, trägt Termine ein oder stellt personalisierte Nachrichtenseiten zusammen.

Der Internet Explorer als Browser fällt weg, dafür gibt es ein schlankeres Programm mit Namen Egde. Zudem ist Windows unter der Haube nochmal deutlich sicherer geworden. Es wird kein Windows 11 mehr geben, 10 wird immer weiterentwickelt.

Wirklich gelungen ist, dass künftig Windows auf allen Geräten identisch beschriftet ist und sich identisch bedienen lässt, egal ob Windows Smartphone, Tablet oder PC. 

So steigt man um:

Wenn die Grunddaten für Windows 10 auf dem Rechner gelandet sind, gibt es eine Mitteilung vom System, dass es installiert werden kann. Vor der Installation von Windows 10 ist es sinnvoll, ein Komplett-Backup vom aktuellen System zu machen. Sollte beim Upgrade etwas schief gehen, ist wenigstens der Rückschritt auf das bisherige System möglich.

Oft gibt es zum neuen System auch neue Treiber. Deshalb sollte man prüfen, ob zum Beispiel für Drucker, Scanner, Grafikkarte beim Hersteller bereits Windows 10 Treiber bereitgestellt werden. Im Normalfall funktionieren aber auch die bisherigen Treiber weiter.

Windows 10 kann entweder komplett neu aufgespielt werden, dann sind alle Daten und Programme weg. Es funktioniert aber erstaunlich gut, Windows 10 über das vorhandene Windows drüber zu installieren. Es sollten alle Programme weiterhin funktionieren, auch alle Daten sollten noch da sein.

Der ganze Upgrade-Prozess kann insgesamt mehrere Stunden dauern. Dabei wird der Rechner mehrfach neu gestartet, der Nutzer muss aber nichts weiter tun. Anschließend sollte aber der Rechner nochmal komplett heruntergefahren und neu gestartet werden. Auch dann kann es sein, dass es noch etwas hakt, daher sollte man den Rechner einfach noch etwas in Ruhe lassen, bis alle Vorgänge abgeschlossen sind.

Online-Redaktion: Peter Mühlfeit

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