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Seit Mittwoch ist die neue baden-württembergische Kultusministerin im Amt. Aber für was steht Theresa Schopper eigentlich? Im Interview mit dem SWR macht sie Schwerpunkte deutlich.

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Die neue Kultusministerin von Baden-Württemberg, Theresa Schopper (Grüne), will an den Schulen auch Studentinnen und Studenten einsetzten, um bei den Schülerinnen und Schülern "Lernlücken" füllen zu können. Im Interview mit dem SWR sagte Schopper am Mittwoch: "Gemeinsam mit der Wissenschaftsministerin (Theresia Bauer, Grüne, Anm. d. Red.) werde ich versuchen, Studentinnen und Studenten des Lehramtes an die Schulen zu bekommen."

Zudem möchte sie versuchen, "Jugendhäuser an die Schulen zu bekommen, um Lernlücken aufzubereiten." Man werde dort "nachlegen", wo in den letzten 15 Monaten etwas versäumt worden sei, so Schopper weiter.

So äußerte sich Schopper im Gespräch mit dem SWR:

Sommerferien bleiben unangetastet

Eine Verkürzung der Sommerferien schloss Schopper aus. Denn die Zeit des Online- und Wechselunterrichts sei sehr "anstrengend für alle Beteiligten" gewesen. Deshalb bräuchten Schüler, Lehrer und Eltern eine Zeit der Erholung, so die neue Kultusministerin. Ebenso erteilte Schopper einem Unterricht an Samstagen eine Absage: "Es ist so, dass die Leute mehr oder weniger am Rande ihrer Kräfte sind."

"Die Schulzeit war jetzt nicht so, dass man digital zu Hause war und hat da entspannt die Füße aufs Sofa gelegt."

Digitalisierung an den Schulen voranbringen

"Es ist eine der drängendsten Aufgaben, dass wir die Digitalisierung an den Schulen voranbringen", sagt Schopper. Als Beispiele nannte sie den Aufbau einer Bildungsplattform. Dort habe man "Defizite".

Ein Projekt unter ihrer Vorgängerin Susanne Eisenmann (CDU) mit dem Namen "Ella" war kostenintensiv gescheitert. Die Corona-Pandemie habe noch einmal gezeigt, dass durch die Digitalisierung an den Schulen der "Bildungserfolg und die Herkunft noch einmal krasser auseinander gingen."  

So verlief die erste Landtagssitzung am Dienstag (12.5.2021):

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