Der Lautsprecher Amazon Echo mit dem Alexa Voice Service steht auf einem Tisch. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/Elaine Thompson/AP/dpa)

Lauschangriff im Wohnzimmer Netzaktivisten fordern staatliche Vorgaben für "Alexa und Co."

Sprachassistenten wie Alexa erleichtern das Leben. Sie wecken aber auch Begehrlichkeiten. Netzaktivisten fordern deshalb den Schutz der Bürger vor illegalen Abhöraktionen.

Das Vertrauen in die neuen Technologien stehe auf der Kippe, bemängelt der Gründer und Chefredakteur von netzpolitik.org, Markus Beckedahl, im SWR. Denn Nutzer könnten nicht sicher sein, ob ihre Daten auch sicher seien.

Warum Zweifel beim Datenschutz von Sprachassistenten und andere Smarthome-Geräte angebracht sind, erklärt Beckedahl im Audio:

Dauer

"Für Datenschutz ist leider Bundesinnenministerium zuständig"

Der Staat ist nach Einschätzung von Beckedahl gefordert. Doch leider seien Zweifel angebracht, ob das für Datenschutz und IT-Sicherheit zuständige Bundesinnenministerium auf Seiten der Bürger stehe.

Seine Skepsis begründet er mit der Antwort des Ministeriums auf eine kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag.

"Die Bereitschaft zur Nutzung Cloud-basierter digitaler Sprachassistenten ist in Privathaushalten somit das Ergebnis einer individuellen Risikoabschätzung des Nutzers."

Günter Krings (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium

Der Netzaktivist interpretiert diese Darstellung des Ministeriums dahingehend, dass jeder Nutzer umfassend über Funktionen und Risiken von Smarthome-Geräten Bescheid wisse. "So viel Digital-Kompetenz habe ich leider noch nicht in unserer Gesellschaft gesehen."

Netzaktivist fordert Regeln für Umgang mit Smarthome-Geräten

Der Staat sei deshalb gefordert, so Markus Beckedahl. Die Behörden sollten dafür verantwortlich sein, dass "wir sichere und vertrauenswürdige Geräte bekommen."

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