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Nationale Konferenz Elektromobilität Schöne neue Welt mit E-Autos

Still und heimlich losfahren - mit mehr Schub und besserer Effizienz: Mit Elektroautos wird die Welt schöner, wenn alle damit fahren. Nur die Auto-Werkstätten hätten das Nachsehen.

Autor: Werner Eckert, SWR Umwelt und Ernährung

Kaffee runterschlucken, Kabel abnehmen und Kupplung... - nein, hat das Ding nicht. Einfach reinsetzen und still und unheimlich losfahren - mit viel Schub. E-Motoren machen aus jedem Kleinwagen beim Anfahren einen Sportwagen. In der E-Auto-Welt müssen Fußgänger schwer achtgeben - da warnt kein Röcheln oder Röhren. Zumindest in den Schlafstädten wird es leiser - auf der Autobahn ist der Unterschied gering, da übertönen Wind- und Abrollgeräusche sowieso jeden Motor.

Nationale Konferenz Elektromobilität der Bundesregierung: Unter anderem sitzen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD), Bahnchef Rüdiger Grube, Daimler-Chef Dieter Zetsche und Präsident des Autoverbands VDA, Matthias Wissmann gemeinsam am Tisch.

Luft wird sauberer, Energie tanken billiger

Elektrotankstelle und Elektroauto

Elektroautos - ganz schön flott

Es wird aber sauberer in den Innenstädten: Stickoxide, Benzol, Ruß... kein Thema mehr. Und der Verbrauch schont den Geldbeutel: 15 bis 20 Kilowattstunden auf 100 Kilometer. Das kostet bei derzeitigen Preisen maximal so viel wie vier Liter Sprit. Aber niemand wird solche Preise zahlen müssen. Denn 100 Prozent E-Autos - dazu gehören auch 100 Prozent Erneuerbare Energien.

Bis 2020 will die Bundesregierung eine Million Elektroautos auf den Straßen haben.

Die Autobatterie speichert die Energie der Solaranlagen - auf dem heimischen Dach oder vom Firmengelände. Und bei Dunkelheit versorgt sie den Kühlschrank. Der E-Auto-Schwarm kann der größte Pufferspeicher der Republik sein - auch für Windstrom.

Elektromotoren sind viel effizienter

Ladestation für Elektroauto

Statt Zapfsäulen: Ladestationen an Tankstellen

Dabei verbraucht die Strom-Flottille selbst deutlich weniger als man denkt. Elektromotoren sind nämlich viel effizienter als Verbrennungsmotoren, die mehr als die Hälfte der Energie in unsinnige Hitze umsetzen. Höchstens 20 Prozent mehr Strom braucht es in Deutschland, um alle elektrisch fahren zu lassen. Rechnet man den Stromverbrauch von Benzin-Raffinerien, Tankstellen et cetera dagegen, dann wird das noch weniger.

Kaffee an der Tanke - und Schnell-Ladestationen

Ach ja: Kaffee und was auf die Hand von der Tanke, das gibt es natürlich weiter. Tankstellen bieten dann Austausch-Batteriepacks für die Langstreckenfahrer und Schnell-Ladestationen.

Weniger Reparaturen bei E-Autos

Weniger Werkstätten - das ist so ein Kolateral-Schaden, wenn es mal mehr Elektroautos gibt. E-Autos haben weniger bewegliche Teile - das heißt, es geht weniger kaputt.

Nur der Stau, der bleibt...

Auto ist Auto, egal mit welchem Motor. Aber der Stau wird leiser... immerhin.

Online: Heidi Keller, Christine Trück